Altkanzler hält Muslime für ein Problem Was ist denn in Sie gefahren, Herr Schmidt?

von am 15. Juli 2013 in Allgemein, Gesellschaft

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Bild: dpa

Raucht Deutschlands Altkanzler Helmut Schmidt inzwischen so viel, dass er vor lauter Zigarettenqualm die Realität nicht mehr sehen kann? Er ließ seiner Islamophobie freien Lauf.

Die Muslime in Europa und Deutschland sorgen offenbar für Unzufriedenheit bei Helmut Schmidt. Muslime sind Angehörige einer fremden Kultur und damit nicht zu vereinbaren mit der europäischen Kultur, meint der ehemalige Kanzler. Keinerlei Probleme in Deutschland gebe es dagegen mit Griechen, Italienern oder Spaniern. Diese würden sich nämlich mit der Zeit in die Gesellschaft integrieren oder in ihre Heimatländer zurückkehren.

Das sagte Schmidt in einem Gespräch mit Radio Télévision Suisse, bei dem er immer wieder wie Thilo Sarrazin wirkte. “Es gibt keine großen Unterschiede zwischen den italienischen, französischen und deutschen Zivilisationen”, erklärte der Altkanzler und spielte die Kulturen gegeneinander aus. Es sei “gefährlich”, wenn eine Mischung mit fremden Kulturen oder Zivilisationen stattfindet. Die türkische Kultur sei komplett anders. Ähnlich seien sich dagegen die syrische und die ägyptische Kultur.

Multikulturalismus funktioniert nur in autoritären Staaten

Bereits vor einigen Jahren hatte Schmidt die Menschheit mit seinen Weisheiten zum Multikulturalismus beglückt. Der sei “inkompatibel mit einer demokratischen Gesellschaft”, sagte er 2004 dem Hamburger Abendblatt. “Wenn jemand fragt, wo auf der Welt multikulturelle Gesellschaften funktionieren, dann kommt man schnell zu dem Schluss, dass der Multikulturalismus nur friedlich innerhalb eines autoritären Staates existieren kann.”

Islamophobie ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern weit verbreitet. Bei einer kürzlich durchgeführten Studie kam heraus, dass die Ablehnung von Muslimen besonders in den Niederlanden weit verbreitet ist. Die Ressentiments finden sich nicht nur unter den Wählern der Partei des Islamhassers Geert Wilders, sondern auch unter Anhängern der Sozialisten und Sozialdemokraten.

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