Militäreinsatz in Syrien? Keine Angst vor Ungewissheit

von am 29. August 2013 in Allgemein, Meinung

Militäreinsatz in Syrien? <small class='subtitle'>Keine Angst vor Ungewissheit</small>
Bild: dpa

Der Westen muss in Syrien handeln, weil er für die Massaker gegen die syrischen Zivilisten indirekt mitverantworlich ist. Ein Militäreinsatz lässt sich wohl nicht vermeiden.

VON HATICE KILICER

Soll der Westen sich zum syrischen Bürgerkrieg positionieren oder sich heraushalten?

Eines ist klar: Baschar Al-Assad ist nicht haltbar. Seit zwei Jahren bekriegt er nicht nur die Opposition, die gegen ihn kämpft, sondern auch unschuldige Zivilisten.

Ein militärischer Einsatz ist vielleicht nicht die ideale Lösung, aber nach den ganzen gescheiterten diplomatischen Versuchen bleibt einfach keine andere Möglichkeit übrig. Und auch der Westen trägt Mitschuld, dass alles soweit gekommen ist.

Der Westen hat aus Eigeninteresse den Diktator in seiner Macht bestätigt und gestärkt

Dass sich jetzt manch einer aus den westlichen Länder hinstellt und sagt, man müsse sich aus Syrien heraushalten, geht gar nicht. Der Westen hat aus Eigeninteresse den Diktator Assad in seiner Macht all die Jahre bestätigt und gestärkt. Der unterdrückten Bevölkerung ist irgendwann der Kragen geplatzt. Nun wehrt sich das syrische Volk.

Dass Assad einen brutalen Krieg gegen seine Landsleute führt und höchstwahrscheinlich Giftgas gegen Kinder einsetzt, zeigt, wie skrupellos und machtbesessen er ist.

Es geht hier um die Pflicht und die Verantwortung des Westens

Assads Verbündete im Westen und im Osten geben ihm Rückendeckung, weshalb er gnadenlos gegen Zivilisten vorgehen kann. Was muss eigentlich noch passieren, damit Assad geht?

Der Westen muss handeln, weil er für diese Massaker gegen die syrischen Zivilisten indirekt mitverantworlich ist. Der Westen hat diesen Tyrannen bisher mitgetragen, also muss er dafür sorgen, dass Assad verschwindet, und sich für das syrische Volk einsetzen. Es geht hier nicht um eine Gefälligkeit, sondern um die Pflicht und die Verantwortung des Westens, die er der syrischen Bevölkerung gegenüber hat.

Man kann die Syrer nicht aus Angst vor Ungewissheit im Stich lassen

Oft tauchen Fragen auf, wie wer kommt nach Assad und was passiert danach?

Natürlich ist es schwierig Antworten auf diese Fragen zu finden. Aber aus Angst vor der Ungewissheit kann man nicht die Syrer im Stich lassen. Die Syrer werden selbst entscheiden, wen sie für ihre Zukunft wählen werden und wie es weiter geht. Dann muss aber auch die Weltgemeinschaft die Entscheidung der syrischen Bevölkerung respektieren und anerkennen.

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