Skateistan Skateboards und Bildung für Afghanistan

von am 1. Juli 2015 in Allgemein, Leben

Skateistan <small class='subtitle'>Skateboards und Bildung für Afghanistan</small>
Bild: Jacob Simkin

Nicht nur im Westen ist Skateboard fahren beliebt. Auch in Afghanistan rasen Teenager auf den Brettern durch die Gegend. Das Know-How haben sie von Skateistan.

Skateistan setzt sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche ein. Sie bekommen eine Perspektive, Selbstvertrauen, Zusammenhalt und Freundschaft. Heute ist die Organisation, die von Oliver Percovich gegründet wurde, international aktiv. Doch wie so oft fing alles ganz klein an.

Wir schreiben das Jahr 2007. Oliver Percovich besucht die afghanische Hauptstadt Kabul. Der Australier hat Skateboards im Gepäck. Schnell wird er von neugierigen Kindern umringt. Sie wollen wissen, wie man auf den Brettern fährt. Zuerst lernen sie das in einem ausgetrockneten Brunnen.

Skateistan wird von einem internationalen Netzwerk unterstützt

Doch bereits 2009 eröffnet Skateistan einen großen Skatepark in Kabul. Dort üben die jungen Besucher ihre Kunststücke und haben jede Menge Spaß. Es ist die erste Skateboard-Schule im Land. Aber nicht nur Skaten steht auf dem Stundenplan. Die Besucher erhalten auch Bildung, damit sie eines Tages hoffentlich ein besseres Leben führen können. Viele Jungen und Mädchen sind Analphabeten und müssen unter schwierigen Bedingungen auf der Straße arbeiten.

Skateistan wird von einem internationalen Netzwerk unterstützt. Auch Deutschland beteiligt sich. Bei all der Hilfe wundert es nicht, dass die Organisation ihre Aktivitäten ausweiten kann. Vor kurzem wurde eine neue Einrichtung in Afghanistan in Mazār-i Scharif eröffnet. Darüber hinaus ist Skateistan mittlerweile in Pakistan und Kambodscha aktiv.

Skateboards – und Bildung – kommen eben nicht nur im Westen und in Afghanistan gut an.

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